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Hinten verbessert,
vorn trifft Özil: 1:1 in München
Werder Bremen hat sich mit einer vor allem defensiv deutlich verbesserten
Leistung bei Bayern München einen Punkt verdient. Nach Toren von Mesut Özil und
Mario Gomez endete die Partie mit 1:1 (0:1). Werder verdiente sich die herrlich
herausgespielte Führung in der 39. Minute durch eine aufmerksame Abwehrleistung,
nach einer zu passiven Anfangsphase hatten die Gäste ihre Sicherheit gefunden.
Nach einer Stunde wurde der FCB allerdings stärker, Tim Wiese hielt einige Male
stark, konnte Gomez' Ausgleich jedoch nicht verhindern (72.). Nach einigen
ungenutzt gebliebenen kleineren Möglichkeiten endete das Spiel schließlich nicht
unverdient remis.
Nach dem enttäuschenden Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt hatte
Cheftrainer Thomas Schaaf sein Ensemble auf drei Positionen verändert: Der
gelb-rot-gesperrte Sebastian Prödl wurde durch Petri Pasanen ersetzt, der in der
Vorwoche links verteidigt hatte. Dort spielte nach seiner Genesung nun Sebastian
Boenisch. Etwas überraschend begann im Angriff Aaron Hunt anstelle von Hugo
Almeida.

Zweites Spiel,
zweites Tor: Werders Spielgestalter Mesut Özil.Werder eine halbe Stunde lang
passiv
Werder präsentierte sich zu Beginn etwas passiv, überließ den Hausherren sofort
viel mehr Ballbesitz. Außer einer Kopfballchance für Mario Gomez nach einer
Flanke von Linksverteidiger Pranjic (5.) konnten die damit aber nicht viel
anfangen. Auch weil die Abwehrreihe die Angreifer immer wieder clever ins
Abseits stellte. Selbst ließ der Pokalsieger anfangs alle Offensivambitionen
vermissen und stand sich mit fahrigen, ungenauen Pässen oft selbst im Weg.
Einzig Clemens Fritz tauchte nach einem Sprint mal zentral vor dem Strafraum
auf, sein Linksschuss strich aber zwei Meter vorbei (11.). Bald sank das Niveau
des Spiels deutlich, es tat sich nicht viel in der sonnendurchfluteten
Allianz-Arena.
Erst nach einer knappen halben Stunde wurde es für einige Minuten wieder
interessant: Nach einem scharf nach innen gezogenen Freistoß fast von der
rechten Eckfahne köpfte Petri Pasanen krachend an den linken Innenpfosten – die
deutlich beste Chance bis hierhin (29.)! Ein Kopfball von Gomez im Gegenzug
(30.) und ein 18-Meter-Schuss von Klose (32.) waren die harmlosen Antworten der
Bayern. Den Gastgebern ging danach ihre Souveränität verloren, Werder hatte über
die defensive Sicherheit gut ins Spiel gefunden. Der Lohn folgte in Minute 39:
Nach einem super Angriff über Borowski und Hunt schloss Mesut Özil am
Elfmeterpunkt herrlich zum 0:1 ab. Er selbst hatte den Angriff im Mittelkreis
initiiert, Borowski die Kugel auf die linke Seite zu Hunt weitergeleitet. Dessen
Pass verarbeitete Super-Techniker Özil 1A und schob unten rechts ein! Bis zur
Halbzeit passierte dann nichts mehr, das rot-weiße Publikum reagierte mit Unmut.
[bildergalerie]In der ersten Viertelstunde nach der Pause zeigte sich das
gleiche Bild wie über weite Strecken der ersten Halbzeit: Die Bayern agierten
überlegen, ohne viel Gefahr auszustrahlen. Nur in der 50. Minute wurde es
brenzlig für Werder, als nach einer Ecke Badstuber und Olic den Einschuss
verpassten, Pasanen musste auf der Linie klären. Im direkten Gegenzug
erarbeitete sich Boubacar Sanogo eine erste Chance, schoss aber aus 12 Metern
halbrechter Position ans Außennetz.

Ganz stark: Tim
Wiese vereitelte vor allem gegen Ivica Olic einige tolle Möglichkeiten.Olic –
Wiese 0:3
Doch nach 60 Minuten bekamen die Gäste andauernde Probleme. Zweimal musste Wiese
gegen Olic eingreifen und tat das überragend. Zuerst, als der Kroate Mertesacker
im Strafraum den Ball abgenommen hatte (61). Dann aus kürzester Distanz, nachdem
der eingewechselte Franck Ribery ihn stark freigespielt hatte (65.). Offensiv
versuchte sich nur Sebastian Boenisch mal, sein fulminanter Schuss aus 30 Metern
strich dann aber doch deutlich an Rensings Kasten vorbei (69.). Die Konsequenz
aus den eindeutigen Verhältnissen: das 1:1 von Gomez in der 72. Minute. Nach
einer flachen Eingabe von Lahm waren plötzlich zwei Münchner Angreifer im
Fünfmeterraum frei, 30-Millionen-Mann Gomez, den die Abwehr sonst bestens im
Griff hatte, drückte den Ball über die Linie.
Bis zum Spielende versuchten die Gastgeber, nun noch das Siegtor zu erzwingen.
Doch Tim Wiese hielt mit zwei weiteren Paraden sein Team im Spiel, rettete
erneut gegen den allein vor ihm auftauchenden Olic (78.) und bei einer scharfen
Müller-Flanke (88.). Die letzte Gelegenheit der Partie vergab Boubacar Sanogo,
der in der Nachspielzeit knapp am Tor vorbei köpfte. So endete das Duell der
Erzrivalen wieder einmal unentschieden: Nicht unverdient entführten die Bremer
beim Meisterschaftsfavorit also einen Punkt und holten sich nach der
Auftaktpleite das dringend benötigte Selbstvertrauen.

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Bilder und Texte von werder.de
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