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Gutes Pflaster Berlin: Werder feiert 3:2-Sieg bei Hertha
Die
Hauptstadt bleibt für Werder Bremen ein gutes Pflaster. Die Grün-Weißen gewannen
ihr Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin mit 3:2 (0:0) und rücken damit in die
Spitzengruppe der Bundesliga vor. Nach überlegen geführter, aber torloser erster
Hälfte brachte Mesut Özil die Bremer in der 57. Minute in Führung. Rückkehrer
Tim Borowski schloss einen Konter zum 2:0 ab (74.), ehe Piszczek für Hertha
verkürzte (77.). Naldo (83.) stellte die Weichen endgültig auf Sieg, Eberts
neuerliches Anschlusstor (90.) kam zu spät.
Bargfrede als „Beginner“
Kleine
Überraschung in der Bremer Startelf: Der 20-jährige Philipp Bargfrede kam zu
seinem ersten Bundesliga-Spiel von Beginn an, agierte im zentralen Mittelfeld
neben Tim Borowski und Mesut Özil. Ebenfalls neu ins Team rückten die
U21-Europameister Sebastian Boenisch und Marko Marin. Petri Pasanen, Peter
Niemeyer und Aaron Hunt mussten stattdessen zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Beide Mannschaften boten in der ersten Hälfte ein Spiel von durchwachsenem
Unterhaltungswert. Tempo und Einsatz stimmten, Torraumszenen waren Mangelware.
Werder stand kompakt, hatte mehr Spielanteile und Chancen, ließ aber noch die
Durchschlagskraft vermissen. Dies galt vor allem für Marko Marin, der als zweite
Spitze neben Claudio Pizarro begann und auffälligster Grün-Weißer war.
Dribbelstark und leichtfüßig, sorgte der 20-Jährige immer wieder für Wirbel in
der Hertha-Hälfte – und war einmal ganz nah dran an einem Torerfolg. Nach Pass
von Pizarro zog Marin in den Strafraum, ließ zwei Herthaner stehen, scheiterte
aber an einer starken Fußabwehr von Torwart Drobny (35.). Es war die beste Szene
des ersten Durchgangs, der vorsichtige Gastgeber und selbstbewusste Bremer sah.

Hertha macht Druck, Werder das Tor
Dieses
Bild änderte sich nach der Pause. Die Hertha traute sich jetzt mehr und erhöhte
den Druck. Chancen ließen nicht lange auf sich warten, Werder schrammte zweimal
haarscharf am Rückstand vorbei. Die 47. Minute: Berlins Innenverteidiger Steve
von Bergen legt den Ball an Naldo und Mertesacker vorbei und passt zu Wichniarek,
der mit hohem Tempo im Strafraum an Wiese vorbei will und fällt. Der polnische
Stürmer fordert Elfmeter, den Schiedsrichter Kinhöfer aber wohl zurecht nicht
gibt. Weil keine Berührung zu erkennen war.
Die 53. Minute: Hertha-Spielmacher Kacar zieht aus 20 Metern ab, Wiese reagiert
glänzend und klärt zu einer von mehreren Hertha-Ecken in dieser Phase.
Und plötzlich schlägt Werder zurück. Ein eiskalter Konter schockt die Berliner.
Marin bedient Özil, der allein vor Drobny die Ruhe bewahrt und flach ins lange
Eck einschiebt – 0:1 (57.)! Wermutstropfen: Kurz darauf muss der fehlerlose Tim
Wiese vom Platz – Verdacht auf Bluterguss in der linken Wade. Für ihn springt
Christian Vander ein.
“Boro“ legt
nach
Das Tor gab den Bremern nicht nur Sicherheit, es eröffnete ihnen zudem mehr
Platz zum Kontern. Und im Gegensatz zur ersten Hälfte nutzten sie ihre
Möglichkeiten jetzt viel abgezockter. Fritz bediente den umtriebigen Marin auf
der linken Außenbahn, dessen abgefälschte Hereingabe bei Borowski landet. „Boro“
trifft den Ball zwar nicht richtig - aber doch gut genug, dass er zum 0:2 ins
Tor trudelt (74.).
Die Entscheidung war dies noch nicht, denn der eingewechselte Piszczek sorgte
für den schnellen Berliner Anschluss (77.). Doch Werder ließ sich davon nicht
beirren, kontrollierte fortan und bis zum Schluss das Spiel und machte in Person
von Naldo (83.) alles klar. Dem 3:1 ging ein mit viel Übersicht gespielter Pass
von Mesut Özil voraus. Das letzte Tor der Partie blieb indes der Hertha
vorbehalten, ein Gewaltschuss von Patrick Ebert sorgte in der Nachspielzeit für
den 2:3-Endstand.

Hertha BSC Berlin
Drobny -
Janker (73. Domovchivski), Friedrich, von Bergen, Pejcinovic – Dardai, Cicero
(46. Piszczek) – Ebert, Nicu – Kacar, Wichniarek; auf der Bank: Burchert, Kaka,
Stein, Bengtsson, Hartmann
Werder Bremen
Wiese (61.
Vander) – Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Frings - Borowski, Bargfrede
(69. Hunt) – Özil – Marin (81. Niemeyer), Pizarro; auf der Bank: Vander, Pasanen,
Moreno
Tore
0:1 Özil
(57.), 0:2 Borowski (74.), 1:2 Piszczek (77.), 1:3 Naldo (83.), 2:3 Ebert (90.)
Schiedsrichter
Kinhöfer
(Herne)
Olympiastadion
38.000
Zuschauer
Gelbe Karte
Bargfrede
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quelle.: Bilder und Texte von werder.de
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