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Werders U 23
unterliegt 3:4 nach turbulentem Spiel
Werders U 23 musste am Samstagnachmittag die erste Heimniederlage der Saison
einstecken. Vor 580 Zuschauern im Stadion "Platz 11" unterlagen die Grün-Weißen
dem SV Wacker Burghausen mit 3:4 (2:2). "Ein turbulentes Spiel", wie Wackers
Teammanager Jürgen Press fand. Für Nicolas Feldhahn war es hingegen "eine
Katastrophe, wenn man auf eigenem Platz mit 3:4 verliert, wir wollten hier heute
unbedingt gewinnen."
Onur Ayik.Nach der 0:4-Niederlage am vergangenen Wochenende in Kiel hatten sich
die Bremer viel vorgenommen und starteten dementsprechend engagiert. Bereits
kurz nach dem Anpfiff hätte Werder in Führung gehen können, doch der Kopfball
von Onur Ayik nach einer Hereingabe von Torsten Oehrl landete in den Armen von
Torwart Riemann (3.). Auf der gegenüberliegenden Seite wurden die Hausherren
dagegen eiskalt erwischt. Nach einem Pass durch die Abwehrreihe kam Christian
Cappek aus spitzer Position eher als Werder-Torwart Sebastian Mielitz an den
Ball und traf zur Gästeführung (5.).
Ayik und Oehrl
drehen die Partie
Zwar brauchte Bremen ein paar Minuten, um sich von dem frühen Gegentor zu
erholen, doch anschließend rissen die Grün-Weißen die Partie wieder an sich.
Torsten Oehrl scheiterte zwar noch freistehend an Keeper Riemann (11.), doch
nach dem sich daraus ergebenen Einwurf für Werder und der Abwehraktion von
Burghausen zog Onur Ayik aus 14 Metern volley ab und glich aus (12.). Zwei
Minuten später lag der Ball erneut im Netz. Onur Ayik war von Michael Kokocinski
im Strafraum zu Fall gebracht worden und Torsten Oehrl brachte Werder vom
Elfmeterpunkt aus in Führung (14.). "Mit der Reaktion der Mannschaft war ich
einverstanden. Danach hatten wir eine Phase, in der wir das dritte Tor machen
müssen, leider ist es uns nicht gelungen", blickte Werder-Coach Thomas Wolter
nach dem Schlusspfiff zurück.
Bremen dominierte nun deutlich und drängte auf den dritten Treffer. Einen
strammen Schuss von Nicolas Feldhahn aus 22 Metern faustete Riemann aber noch
zur Ecke ab (24.) und kurz darauf schlug Timo Perthel in aussichtsreicher
Position nach Ayik-Hereingabe über den Ball (27.). Was den Werderanern nicht
glückte, gelang dafür den Gästen: Einen Schuss von Andreas Niederquell konnte
Sebastian Mielitz zwar noch an den Pfosten lenken, doch bei der anschließenden
Ecke stand Björn Hertl völlig frei und glich per Kopf aus (28.). "Das war für
mich die entscheidende Szene des Spiels. Wir hatten uns so gut in die Partie
zurückgekämpft, doch da hat man gemerkt, dass die Köpfe nach unten gingen",
sagte Thomas Wolter später.

Doppelpack von
Burghausen sorgt für die Entscheidung
Hinzu kam, dass Burghausen einen optimalen Start in den zweiten Durchgang
erwischte. Dominik Schmidt brachte kurz nach Wiederanpfiff El Haj Ali im Bremer
16er zu Fall und Sven Kresin schoss Wacker per Strafstoß erneut in Front (50.).
Wenig später legte Burghausen sogar nach. Nach einem Freistoß köpfte Christian
Cappek zum 2:4 aus Bremer Sicht ein (58.).
Damit war die Torflut der Partie jedoch noch nicht zu Ende. Nach etwas mehr als
einer Stunde kam Werder noch einmal heran. Nach einem Freistoß von Tobias Kempe
verkürzte Pascal Testroet noch einmal auf 3:4 (66.). Und in der Folgezeit hätte
durchaus noch der eine oder andere Treffer fallen können. Ein weiterer Kopfball
von Pascal Testroet (73.) verfehlte jedoch das Tor und ein Schuss von Tobias
Kempe wurde von Riemann noch aus dem Winkel geholt (81.). Für die Gäste hatte
Sascha Traut die Chance, frühzeitig alles klar zu machen, scheiterte jedoch
freistehend von Torwart Mielitz (75.).
"Das waren jetzt acht Gegentore in zwei Spielen, wir machen einfach zu viele
Fehler und befinden uns nun wieder dort, wo wir eigentlich nicht hinwollten", so
Trainer Thomas Wolter, dessen Team nach der Niederlage auf Platz 17 rangiert.
"Es darf bei keinem der Eindruck entstehen, dass diese Saison einfacher wird als
die letzte", warnt Nachwuchsmanager Uwe Harttgen, der jedoch schon wieder nach
vorne schaut: "Das Beste ist jetzt ein Erfolgserlebnis. Das müssen wir uns aber
auch hart erarbeiten. Es gilt jetzt nicht die Köpfe in den Sand zu stecken,
sondern erhobenen Hauptes und mit Selbstvertrauen zu agieren, um dieses
Erfolgserlebnis auch einzufahren!" Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den
Grün-Weißen am kommenden Wochenende. Am Sonntag, 30.08.2009, sind die Bremer um
14 Uhr bei Eintracht Braunschweig zu Gast.

Werder Bremen
Mielitz – Schiller (76.
Gerdes), Maek, Schmidt, Andersen (62. Testroet) – Stallbaum, Feldhahn (86.
Zengin), Perthel, Ayik – Kempe, Oehrl
Wacker
Burghausen
Riemann – Burkhard, Kresin,
Gorka, Kokocinski – Hertl, Niederquell, Traut, Holzer (72. Nebihi), Cappek (72.
Brucia) – El Haj Ali (81. Wolf)
Tore
0:1 Cappek (5.), 1:1 Ayik
(12.), 2:1 Oehrl (14. FE), 2:2 Hertl (28.), 2:3 Kresin (50 FE), 2:4 Cappek
(58.), 3:4 Testroet (66.)
Gelbe Karten
Stallbaum, Andersen (beide
Werder) – Kresin, Traut (beide Burghausen)
Schiedsrichter
Martin Thomsen (Kleve)
Stadion "Platz 11"
580 Zuschauer
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Bilder und Texte von werder.de
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