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Das Weserstadion

Erbaut 1909 mit öffentlichen Mitteln, war das Stadion am Weserbogen zunächst 20 Jahre lang Heimatstadion des Allgemeinen Bremer Turn-Sport Vereins und hieß „Kampfbahn“. Im Zuge der Wirtschaftskrise konnte der ABTS das Stadion Ende der zwanziger Jahre jedoch nicht mehr unterhalten. So wurde der SV Werder Bremen Generalpächter des Stadions. Man gründete zum Zwecke der finanziellen Absicherung den Verein „Weser-Stadion e. V.“. Nun trugen die Fußballer des SV Werder Bremen ihre Pflichtspiele im Weser-Stadion aus.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde das Weser-Stadion in „Bremer Kampfbahn“ umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg, nach Erliegen des Spielbetriebes, war das Weser-Stadion vorübergehend Flakstützpunkt mit zwei Flak-Türmen zwischen Nordtribüne und Osterdeich und einem auf dem Dach der Südtribüne.

In der Nachkriegszeit unter amerikanischer Besatzung spielten die Soldaten im Weser-Stadion hauptsächlich Football und Baseball, das Stadion wurde „IKE“ genannt, nach dem Spitznamen des amerikanischen Präsidenten Eisenhower. Im Mai 1947 wurde das Weser-Stadion feierlich wieder eröffnet.

Zur Einführung der Fußball-Bundesliga 1963 wurde das Weser-Stadion ausgebaut und modernisiert. Zu Saisonbeginn 1963/64, am 14.8.1963, wurde das Stadion mit einem Freundschaftsspiel zwischen Honved Budapest und dem SV Werder Bremen vor vollen Rängen offiziell eingeweiht.


Als im Jahre 1978 der Lizenzentzug durch den DFB drohte, musste die Nordtribüne umgebaut werden. Es folgte 1988 die Westkurve mit Geschäftsstelle und Sport-Therapiezentrum. 1992 wurde das bis dahin umfangreichste Projekt fertig gestellt: die neue Südtribüne. Mit zwei Restaurationsbetrieben, einer Leichtathletikhalle, den Logen mit insgesamt 372 Plätzen und einer Pressetribüne mit moderner Kommunikationstechnik für 140 Journalisten. Später baute der SV Werder Bremen in Zusammenarbeit mit der Stadt Bremen als Stadioneigner und der Deutschen Städte-Medien (DSM) die ehemalige Ostkurve, traditionelle Heimat der „echten“ Werder-Fans, zu einem weiteren Schmuckstück aus: 3.210 Sitzplätze im Oberrang und 4.700 Stehplätze im Unterrang, die bei Europapokal-Spielen in 2.350 Sitzplätze verwandelt werden können. Zudem existiert eine Großraumloge mit insgesamt 700 Business-Plätzen.
In den Innenbereich wurden ein Veranstaltungsraum für die Fans, die Geschäftsstelle, das
Wilhelm - Scharnow -Internat für rund 20 talentierte Nachwuchsspieler sowie der Fan-Shop integriert. Zusätzlich wurden in der Ost- und Westkurve je eine Großbild-Videowand mit modernster Technik installiert. Im Rahmen der Bundesligabegegnungen läuft dort das STADION -TV.

Das Stadion war nunmehr komplett überdacht und somit „wetterfest“. Fassungsvermögen: 35.838 Zuschauer. Als Annerkennung vergab der DFB das WM-Qualifikationsspiel Deutschland – Ukraine am 30.04.1997 nach Bremen. Im Rahmen dieses Spiels wurde das umgebaute Stadion nach zweijähriger Bauzeit offiziell eingeweiht.


Im Zuge der Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2006 verpflichtete sich der Senat der Stadt Bremen gegenüber dem DFB, die Stadionkapazität gemäß den geforderten Kriterien anzupassen. Dafür wurde der gesamte Innenraum abgesenkt. Rund um das Spielfeld wurden auf der ehemaligen Tartanbahn mobile Tribünen errichtet und die Kapazität auf knapp 45.000 Zuschauer erhöht. Werder bietet sich seitdem die Chance, den Zuschauerschnitt bei Heimspielen deutlich zu steigern und sich auch in dieser Beziehung den modernen, neuen Stadien anderer Bundesligamannschaften anzupassen.

Rechtzeitig zum Beginn der Spielzeit 2004/2005, in die Werder Bremen als amtierender Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger ging, verlieh der Ausbau der Nordtribüne dem Weser-Stadion ein neues Gesicht. Vier vollverglaste Türme, die die Nordtribüne von außen verkleiden, symbolisieren den gehobenen Standard des "Schmuckkästchens" Weser-Stadion. Der neue Komplex bietet weitere, noch modernere Logen, großzügige Gastronomiebereiche, das Werder-Museum "Wuseum" sowie Büroflächen und trägt den gestiegenen Ansprüchen der Besucher Rechnung.

Die insgesamt 33 neuen Logen bieten 370 Gästen Platz, weitere 384 Besucher können im neu geschaffenen Platinrang die Spiele verfolgen. Mit dem Umbau der Nordtribüne hat sich das Weser-Stadion in der ersten Reihe der deutschen Stadien etabliert

Der neue Ausbau des Weserstadion begann im September 2008 mit dem Abdecken und -fräsen des Daches der Nord- und Südtribüne. Im Dezember 2008 war das Dach auf der Nordgerade vollständig und mit Photovoltaik-Elementen eingedeckt und wurde in Betrieb genommen. Anfang Januar 2009 wurden die letzten Bindepaare auf der Südgerade installiert und es begann die Montage der neuen Fassade an der Südgerade, die Ende März 2009 abgeschlossen wurde. Die Südfassade beinhaltet nun Photovoltaik-Zellen, die auch in der West- und Ostkurve installiert werden sollen. Kurz vor dem Ende der Bundesliga-Spielzeit 2008/2009 wurde mit dem Rückbau des Daches der Westkurve begonnen. Im Laufe der Sommerpause 2009 soll hier die neue Tribüne entstehen, die bis ans Spielfeld heranreicht. Der entsprechende Umbau der Ostkurve soll in der Sommerpause 2010 folgen

 Blick von der Weser Das Neue Weserstadion Luftbildaufnahme des Weserstadion

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